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Ist Thecus die richtige Wahl?
#1
Ich habe mir vor etwa einem Monat das N4310 zugelegt. Es hat mich rund zwei Wochen gekostet, bis ich endlich herausgefunden habe, wie es mit ssh und normalen (nicht-root) Nutzern möglich ist, auf das NAS zuzugreifen. Bei einem Synology-NAS, das ich beruflich nutze, war das eine Sache von einer halben Stunde.
Dann erst kam die Suche nach brauchbarer Software, denn mit dem, was auf dem NAS angeboten wird, konnte ich das, was mir vorschwebt, nicht umsetzen. Geschockt war ich, festzustellen, dass als Apache-Server die Version 1.x installiert ist. Aktuell ist 2.4.x, als 3rd-party-Modul lässt sich immerhin 2.2 installieren. Sollte da nicht der Hersteller für regelmäßige updates sorgen - wenigstens bei diesem so wichtigen Modul?
Es zeigt sich, dass die meisten der Softwaremodule drei bis vier Jahre alt sind, viele noch älter. Sie wurden meist erstellt von einer einzigen Person, die jetzt zu QNAP gewechselt ist. Eine andere Person erstellt zwar noch Module, lässt sich dafür aber bezahlen (kann man auch akzeptieren, aber... )
Die Anleitung zum Erstellen von Modulen ist sechs (SECHS) Jahre alt - das ist in der IT Welt schon eine Ewigkeit! Ist diese Anleitung überhaupt noch nutzbar? Ich bezweifle es. Und nachdem ich diese anleitung studiert habe, sind noch sehr viele Fragen offen, die scheinbar nirgends beantwortet werden.
Der Support gibt (zumindest im Englischen) eher mehr Rätsel auf, als dass er Lösungen bietet. Problematisch finde ich, wenn sie sich einfach in das NAS einloggen und dort "Fehler beseitigen", was bei mir noch nicht, aber bei anderen geschehen ist. Man erfährt nicht, was gemacht wurde, und natürlich sind die persönlichen Daten dann auch offen zugänglich für Menschen, die einem völlig unbekannt sind.
Ich erwäge schon ernsthaft, ein NAS einer anderen Firma zu kaufen. Leider kann ich das Thecus NAS nicht mehr einfach zurückgeben, das Rückgaberecht ohne Grund ist schon abgelaufen. Deswegen zögere ich noch und versuche, mit diesem NAS mein Ziel zu erreichen, das ich mir schon vor langem gesetzt habe.
(Mir scheint owncloud oder nextcloud das Richtige zu sein, aber owncloud gibt es nur in Version 6 - aktuell ist Version 10! - für mein NAS und nextcloud nur gegen Geld. owncloud funktioniert aber auch nicht vollständig, ist von daher dann wohl doch nicht die richtige Wahl).
Es ist ein Trauerspiel.
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#2
Leider ist das N4310 schon drei Jahre alt. Es wird zwar offiziell noch unterstützt, bekommt aber keine neuen Features mehr.
Das ist bedauerlicherweise so bei mittlerweile veralteter Hardware, sorry.
Ob das bei den größeren Herstellern anders ist, kann ich leider nicht sagen.
Wenn du uns gefragt hättest, hätten wir dir definitv das neue N4350 empfohlen, was in Kürze erscheint. Wink

Schick mir mal eine PM, wenn du mit ownCLoud weiter Probleme hast. Habe da vielleicht eine Lösung.
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#3
(06-13-2017, 12:04 PM)Thecus_Frank Wrote: Leider ist das N4310 schon drei Jahre alt. Es wird zwar offiziell noch unterstützt, bekommt aber keine neuen Features mehr.
Das ist bedauerlicherweise so bei mittlerweile veralteter Hardware, sorry.
Ob das bei den größeren Herstellern anders ist, kann ich leider nicht sagen.
Wenn du uns gefragt hättest, hätten wir dir definitv das neue N4350 empfohlen, was in Kürze erscheint. Wink

Schick mir mal eine PM, wenn du mit ownCLoud weiter Probleme hast. Habe da vielleicht eine Lösung.
Das konnte ich kaum ahnen, dass die Unterstützung des N4310 nur noch rudimentär ist. Abgesehen davon habe ich den Eindruck, dass das auch für viele andere Modelle gilt, wenn ich mir so die Threads im englischsprachigen Forum anschaue. Sind die alle schon zu alt? Warum wird so ein Modell noch verkauft, wenn es kaum noch unterstützt wird?
Was mir nicht bewusst war, ist, dass die Thecus NAS offenbar eine Menge unterschiedlicher Betriebssystemversionen haben. Dass da die Unterstützung auch durch 3rd Party schwierig ist, kann ich mir gut vorstellen. Das ist bei anderen Herstellern in der Tat anders. Da gibt es nur ein Betriebssystem, das sich höchstens in 32bit und 64bit unterscheidet. Naja. Und die Idee, auf ein anderes, neues Modell zu warten, ist auch nicht das Gelbe vom Ei.
Und warum ich eine PM schicken soll, anstatt dass die Lösung hier veröffentlicht wird, verstehe ich auch nicht. Aber gut, ich schicke sie gleich ab.
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#4
Hallo DrMartinus,

subjektiv: ja, heute (und gestern und vorvorgestern ...) ist Thecus die wohl falsche Wahl, mit Foxconn kann es aber (nur) besser werden.

Habe bei mir oder bei Kunden diverse NASen im Einsatz, außer dem uralten Linksys (ich glaub das war sogar noch vor "Cisco", kann nur FTP - aber es würde wohl noch funktionieren, müsste beides nachschauen) ist eigentlich subjektiv alles besser. (naja, billige NASe sind halt auch billig)
"Mein einziges Thecus" war zwar mal (hardware-technisch) gut (wenn auch nur 2-bay), aber das wars schon. Software war teilweise "interessant" (von sehr umständlich - deshalb eigentlich nie in die Produktivumgebung gekommen, dient(e) nur noch als Backup-Kiste - bis geht nicht), ein (kleineres!) Firmware-Update hatte alles geschossen etc. pp. Angry 
Egal ob Synology, Buffalo, D-Link, Netgear, Iomega (sic!) ..., alles scheint mir besser.
Da aber Foxconn wohl Thecus nicht aus Spaß aufgekauft haben dürfte, sollte es mal besser werden. Ob es für dein N4310 noch besser wird ist natürlich fraglich. Da es aber jetzt noch auch im seriösen Fachgroßhandel angeboten wird (als Sonderangebot wohl zum Abverkauf), kann es schon sein.

Übrigens, die Unterstützung (von Thecus selber) war "immer" bzw. schon lang durchwachsen/rudimentär.

Quote:das Rückgaberecht ohne Grund ist schon abgelaufen
Im B2B gibt es kein Rückgaberecht, ansonsten von (tatsächlich) Privat an Privat auch nicht, in Händler zu Privatkunde (Einzelhandel) ist das Rückgaberecht gesetzlich verankert und kann nicht ausgeschlossen werden.
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#5
Selbst wenn es durch Foxconn besser werden sollte wird das kaum die "bisherigen" Systeme betreffen... von daher ist mein N10850 das letzte Thecus NAS...

Ich warte aktuell auf ein QNAP mit Thunderbold 3... wenn das läuft geht das N10850 in die Schrottpresse...
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#6
(06-13-2017, 08:26 PM)Massaguana2 Wrote: Selbst wenn es durch Foxconn besser werden sollte wird das kaum die "bisherigen" Systeme betreffen...
Die Wahrscheinlichkeit ist natürlich gering, dass Systeme, die ein paar Jahre alt sind, also nach Meinung der Anbieterindustrie sowieso schon ausgemustert gehörten, ordentlichen Support und gute Firmware bekommen.

Und wenn ich mir ansehe, dass hier im Forum eindeutige, kommerzielle SPAM-Beiträge (vermutlich für ein Viagra-Verschnitt o.ä.) tagelang ungelöscht bleiben, dann sehe ich schwarz. Dieser SPAM ist in jeder Sprache - durch Form und Link - als SPAM erkennbar und sowieso auf englisch. 
Wenn man nicht einmal ein Forum ordentlich einrichten kann (die "Report-Funktion" scheint nicht zu funktionieren - gibt jedenfalls keine Rückmeldung), warten kann (bei den wenigen Beiträgen wenigsten alle zwei, drei Tage eindeutigen (!) Spam löschen), wie will man da dann fähig sein im NAS-Bereich, im (deutschsprachigen) Support besser zu werden. Ein Trauerspiel, meinen Minimaloptimismus streiche ich und öffne schon mal die Schrottpresse.
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#7
(06-24-2017, 10:58 PM)Malinga Wrote:
(06-13-2017, 08:26 PM)Massaguana2 Wrote: Selbst wenn es durch Foxconn besser werden sollte wird das kaum die "bisherigen" Systeme betreffen...
Die Wahrscheinlichkeit ist natürlich gering, dass Systeme, die ein paar Jahre alt sind, also nach Meinung der Anbieterindustrie sowieso schon ausgemustert gehörten, ordentlichen Support und gute Firmware bekommen.
Ich habe ja an anderer Stelle ein Synology NAS installiert schon vor Jahren, das nach wie vor updates aller Software erhält und einwandfrei läuft. Das Argument, dass nach drei Jahren ein NAS ausgemustert werden "müsste", zieht nicht. NAS sind für längere Zeiten ausgelegt und eingesetzt. Das ist kein Smartphone oder so. Dass man irgendwann mal die Festplatte austauschen muss, ok. Aber ein NAS sollte schon 10 Jahre halten können und entsprechend Softwaresupport bekommen. Ich bin ganz schön stinkig, auch auf mich selbst, dass ich den zahlreichen positiven Reviews, die natürlich alle schon etwas älter waren, denen aber keine negativen gegenüber gestellt waren, Glauben geschenkt habe. Offensichtlich hat keiner der teilweise professionellen Reviewer auch nur einen Blick auf die Software geworen. Damals waren "aktulle" Module meist schon ein bis zwei Versionsnummern hinter den aktuellen Versionen der Software zurück.

So billig war das N4310 übrigens nicht. Das macht mich doppelt sauer, denn für das Geld kann man bei dem bisschen Hardware eigentlich mehr verlangen und erwarten, zumal das OS Linux ist (auch schon zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine aktuelle Version) und der Entwicklungsaufwand sich in Grenzen halten dürfte. Für das gleiche Geld kriege ich ein 2-Bay von Synology, immerhin. Für das gleiche Geld (für weniger!) bekäme ich ein 4-Bay von Buffalo.
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#8
(06-26-2017, 06:34 PM)DrMartinus Wrote: Das Argument, dass nach drei Jahren ein NAS ausgemustert werden "müsste", zieht nicht. NAS sind für längere Zeiten ausgelegt und eingesetzt. Das ist kein Smartphone oder so.
Ich schrieb ... nach Anbieteransicht. 

(06-26-2017, 06:34 PM)DrMartinus Wrote: Aber ein NAS sollte schon 10 Jahre halten können ...
Und das in Zeiten, in denen echte Server nach Anbieterwillen auch gerne schon nach 4 Jahren ausgemustert werden sollten.  Big Grin
10 Jahre halte ich aber tatsächlich für ziemlich ambitioniert, auch wenn mein "aktives" Homeoffice-NAS dies anstrebt. (7 haben wir schon)

(06-26-2017, 06:34 PM)DrMartinus Wrote: und entsprechend Softwaresupport bekommen.
Öh. (Subjektiv) Nein, nicht unbedingt. 
Mal ganz abgesehen davon, dass der ganze heute angebotene Firlefanz ja mit Network Attached Storage im eigentlichen Sinn meist nichts mehr zu tun hat. Zu verlangen, man sollte da 10 Jahre auf dem Laufenden bleiben können ist mutig. Andererseits haben die Anbieter ja dies selber gepushed.

(06-26-2017, 06:34 PM)DrMartinus Wrote: So billig war das N4310 übrigens nicht.
Im Fachgroßhandel ist das N4310 (ohne HDDs) schon recht/relativ billig.
4 kleinste NAS-HDDs sind schon teurer.
Reply
#9
(06-26-2017, 09:19 PM)Malinga Wrote:
(06-26-2017, 06:34 PM)DrMartinus Wrote: Das Argument, dass nach drei Jahren ein NAS ausgemustert werden "müsste", zieht nicht. NAS sind für längere Zeiten ausgelegt und eingesetzt. Das ist kein Smartphone oder so.
Ich schrieb ... nach Anbieteransicht.
Schon klar. Aber Synology (ein Anbieter) sieht das wohl nicht so. Das NAS, von dem ich da rede, läuft schon gute 5 Jahre und tut dies mit top-aktuellem OS. Auch alle andere Software wird automatisch regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht.

(06-26-2017, 09:19 PM)Malinga Wrote:
(06-26-2017, 06:34 PM)DrMartinus Wrote: Aber ein NAS sollte schon 10 Jahre halten können ...
Und das in Zeiten, in denen echte Server nach Anbieterwillen auch gerne schon nach 4 Jahren ausgemustert werden sollten.  Big Grin
10 Jahre halte ich aber tatsächlich für ziemlich ambitioniert, auch wenn mein "aktives" Homeoffice-NAS dies anstrebt. (7 haben wir schon)
Von vier Jahren habe ich nirgends was gelesen, aber in der Serverwelt verkehre ich auch nicht so. Ich habe mal einen Server außer Betrieb genommen, der 12 Jahre vorher in Betrieb gegangen war und nach wie vor seinen Dienst tat. Softwaresupport war beendet. Aber das war ein Stromfresser, der eine enorme Abwärme produzierte, das war auch ein Grund für die Stilllegung.


(06-26-2017, 09:19 PM)Malinga Wrote:
(06-26-2017, 06:34 PM)DrMartinus Wrote: und entsprechend Softwaresupport bekommen.
Öh. (Subjektiv) Nein, nicht unbedingt. 
Mal ganz abgesehen davon, dass der ganze heute angebotene Firlefanz ja mit Network Attached Storage im eigentlichen Sinn meist nichts mehr zu tun hat. Zu verlangen, man sollte da 10 Jahre auf dem Laufenden bleiben können ist mutig. Andererseits haben die Anbieter ja dies selber gepushed.
Es ist zugegeben schwierig, wenn man 10 (übertrieben?) verschiedene Plattformen verwendet, wie es bei Thecus der Fall zu sein scheint. Dann für jede Plattform wieder die Software zu aktualisieren, ist viel verlangt. Andererseits könnte man da viel Unterstützung von der Community bekommen, und ein Linux auf den neuesten Stand zu bringen ist kein so großes Kunststück (zumal, wie es scheint, eine ganz reguläre Distro auf meinem NAS läuft - nur schon zwei Jahre alt - na, habe gerade nochmal geschaut - demnach wäre der Kernel rd 10 Jahre alt, und die letzten Änderungen am System spezifisch für das NAS wurden vor 2 Jahren gemacht. Wann kam das Gerät auf den Markt? Vor drei Jahren?).

(06-26-2017, 09:19 PM)Malinga Wrote:
(06-26-2017, 06:34 PM)DrMartinus Wrote: So billig war das N4310 übrigens nicht.
Im Fachgroßhandel ist das N4310 (ohne HDDs) schon recht/relativ billig.
4 kleinste NAS-HDDs sind schon teurer.
Ich gehe sowieso davon aus, dass die Festplatten mehr kosten, denn das sind die eigentlichen "Arbeiter", die zudem mit höchster Präzision und 24/7 laufen müssen (sofern nicht per Stromsparmodus automatisch runtergefahren). Und Preise im Fachgroßhandel (d.h. an gewerbliche Kunden) interessieren mich nicht, denn ich bin Endkunde. Und wenn ich da vergleiche, kriege ich von anderen Herstellern (nicht Synology oder QNAP, das ist klar) ebenfalls ein 4-Bay-NAS mit deutlich besserer Unterstützung und aktueller Software.

Natürlich wollen die Hersteller Geld machen, ganz klar. Aber die Wegwerfmentalität will ich nicht unterstützen, auch nicht selbst entwickeln. Obwohl ich das jetzt wohl machen muss, denn mit dem Thecus komme ich einfach nicht klar. Keine Software von der Art, die ich bräuchte, läuft vernünftig - meist eher gar nicht. Und einfach nur hin und wieder mal Dateien rüberkopieren, das ist mir zu umständlich und dafür brauche ich kein NAS, da genügt auch eine USB-Festplatte.
Ich will schon vom Internet aus auf das NAS zugreifen können, und da muss die genutzte Software (was geboten wird, ist ja alles OSS) schlicht viel zu alt, mit vielen längst erkannten, bekannten und in neueren Versionen beseitigten Sicherheitslücken. Nur dass die neueren Versionen für das N4310 nicht verfügbar sind. Aber auch für die neueren NAS gibt es ja keine wirklich aktuelle Software, soweit ich das sehe.
Nun denn, das Kapitel wird für mich bald geschlossen sein. Auch wenn ich mich für die versenkten knapp 200 Euro schon ärgere.
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